Moet front landscape

Wohnen

Villa Gatt in Mötz

Als die Bauherren im «lauten Marakesch» in einem ruhigen Innenhof Tee tranken, erkannten sie: Ein Innenhof würde auch ihrem Bauprojekt gut tun. Ihr Grundstück über den Dächern von Mötz bietet neben herrlichem Blick ins Inntal nämlich auch den Lärm einer vielbefahrenen Tiroler Landesstrasse. Wir organisierten das Haus um insgesamt drei Innenhöfe. Dabei erzeugt das Wechselspiel von fliesenden Raumflogen, Innenhöfen, Dachoberlichten und einer Fensterloggia ein atmosphärisches Spannungselement, das Geborgenheit gibt, gleichzeitig aber auch lässige, luftige Grosszügigkeit vermittelt. Die unterschiedlichen Raumhöhen (2,4 bis 3,6 m) verstärken das emotionale Moment. Nach Osten und Süden beiten massive Betonwände Schutz vor der nahen Strasse, für optimalen Schallschutz sind die Wandhöhen einen Meter über die Dachkonstruktion gezogen. Aus jedem Raum ist die Weite der Bergspitzen sichtbar, das Beleuchtungskonzept führt die Raumidee das Hofhauses weiter und vermittelt im Wechselspiel von direkten und indirekten Lichtelementen eine «magische» Atmosphäre.
«Die Qualitäten, mit denen auf schwierige Bedingungen reagiert wurden, machen aus der Not eine Tugend. Der Atriumsgedanke, verbunden mit der richtigen Masstäblichkeit, lässt die Beziehung zwischen den Bewohnern und ihrem Gebäude stimmig erscheinen.»
Auszug aus dem Juryprotokoll «das beste Haus 2018», Teresa Stillebacher, Aut. Architektur und Tirol.

  • Bauherr: Fam. Porcham
  • Standort: Mötz
  • Nutzung: Wohnhaus
  • Bruttogeschossfläche: 362 m²
  • Überbaute Fläche: 476 m²
  • Projektleiter: Reinhold Hammerer
  • Leistungen: Gesamtplanung
  • Status: abgeschlossen
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